Extreme Ordnung und Gestaltungswille spiegeln sich in den privaten Gärten des Münsterlandes  wider. Ähnlich wie in Barockgärten dominiert der Wille, die Natur in strenge Formen zu bringen; der Garten ist Ausdruck von Wohlstand, dient der Repräsentation und ist wichtiger Teil der Fassade. 
Doch was verbirgt sich hinter diesen akribisch gepflegten Fassaden?
Die meiste Zeit menschenleer und steril, erwachen die Münsterländer Gärten nur durch die Rasenmäher zum Leben – sie bilden ein charakteristisches Klangereignis für diesen Ort. 
„94 bis 103“ ist eine Bodeninstallation, die mit Lautsprechern und Kabel ein barockes Broderiebeet kartiert, ergänzt durch eine mehrkanalige Komposition aus Rasenmäheraufnahmen, die während meines dreimonatigen Stipendienaufenthaltes in Schöppingen (2008) entstanden sind. 
94 bis 103 Dezibel beträgt der Lärmgrenzwert für Rasenmäher in Deutschland.


Ausstellung | Exhibition: 94 bis 103, Kunstverein Ahaus, Schloss Ahaus, 2009





© Denise Ritter