Mit versteckten Klangquellen bespielt Denise Ritter den 32 m langen Gang zwischen Büro- und Sitzungstrakt des Marler Rathauses mit zwei Klang-Kompositionen, die die starke Wirkung des Ortes in assoziativer Weise mit neuen Bedeutungen aufladen und die subjektive Wahrnehmung/Erfahrung des Raumes über den Hörsinn subtil erweitern und verschieben.
Beide Kompositionen spielen mit Semantiken der Bewegung, einmal mit den Förderbändern des Bergbaus, zum zweiten mit Rolltreppen des Marler Einkaufszentrums, die beide die architektonische Statik des Verbindungsgangs auflösen und seine Funktion als dynamischen Verkehrsweg betonen.(Begründung der Jury - Deutscher Klangkunst-Preis)


Ausstellung | Exhibition: Deutscher Klangkunst-Preis, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, 2010


© Denise Ritter