Die Installation besteht aus mehreren roten, kubischen Lautsprecherboxen unterschiedlicher Größe, die mit dünnem, fast unsichtbaren Draht an der Decke aufgehängt werden, so dass sie in der Luft zu schweben scheinen. Bei den Klängen handelt es sich um Geräusche, die entstehen, wenn man einen Apfel isst (Beißen, Krachen, Kauen, Schmatzen, usw.).
„Ceci n‘est pas une pomme“, sagt René Magritte. Beißen wir heute überhaupt noch in einen Apfel oder essen wir nur noch das EU-normierte, auf Zweckmäßigkeit getrimmte, kalorienarme Rudiment einer längst vergessenen Üppigkeit?
Jede Box arbeitet mit integriertem Speichermodul, autarker Stromquelle und einem Bewegungsmelder, so dass die Klänge nur dann abgespielt werden, wenn sich jemand darunter hindurch bewegt.
Die Klanginstallation nimmt Bezug auf die historische Nutzung der Fruchthalle Kaiserslautern als Markthalle. Es geht um eine sinnliche Wahrnehmung des Apfelgenusses an einem ehemaligen Marktplatz, an dem früher die unterschiedlichsten Gerüche, Klänge, Farben und Geschmäcker zu erleben waren.


Ausstellung | Exhibition: Austausch / Exchange, Fruchthalle Kaiserslautern, 2006


© Denise Ritter