Elektroakustische Klanginstallation mit einer Komposition basierend auf Audio-Aufnahmen der größten Straßenkirmes Europas in Oberhausen-Sterkrade und der Vergnügungseinrichtungen (Legoland Discovery Center, SeaLife, u.a.) der Neuen Mitte Oberhausen, des in den 90er Jahren entstandenen Einkaufs- und Freizeitareals, welches man damals als neues Stadtzentrum definiert hat.

Sowohl Sterkrade als auch das Gelände der Neuen Mitte waren in der Vergangenheit Standorte der geschichtsträchtigen „Gutehoffnungshütte“, die als Wiege der Eisen- und Stahlindustrie des Ruhrgebietes galt, bevor nach 240 Jahren die Stahlzeit zu Ende ging.

„Gutehoffnungsgeister“ referenziert akustisch jene „Geister“, die in Oberhausen längst an die Stelle von historischer und kultureller Identität getreten sind und die Stadt repräsentieren, während Alt-Oberhausen als soziale Mitte keine Rolle mehr spielt und mit seinen Leerständen auf dem Abstellgleis gelandet ist.

Die Klanginstallation erschließt sich durch Verweilen und Umhergehen im Bereich des verlassenen Bahnsteiges. Das Hörbare wird durch unter der Gleisüberdachung installierte Lautsprecher abgespielt und fügt sich akustisch gleichberechtigt in die Umgebung ein.

Die Klanginstallation wurde im Rahmen des Projektes „Actopolis“ (Urbane Künste Ruhr & Goethe-Institut) realisiert - mehr Info unter www.actopolis.net.


Ausstellung | Exhibition: Actopolis, Gleis 2/3 Hauptbahnhof Oberhausen, 2016





© Denise Ritter